Clue – virtueller Portier

Clue

Stu­di­en­pro­jekt 2012, HS Magdeburg-Stendal

Mit Clue kannst du belie­big viele vir­tu­elle Schlüs­sel für deine Woh­nung ver­tei­len. Gib Freun­den unbe­grenz­ten Zugang zu dei­ner Woh­nung, Gäs­ten Zutritt für einen Abend oder dem Paket­bo­ten einen Ein­mal­schlüs­sel für den Flur. An der Tür authen­ti­sie­ren sich deine Gäste dann mit einer App und wer­den von Clue ein­ge­las­sen. Zur Ver­wal­tung ste­hen dir alle gewohn­ten Mög­lich­kei­ten der vir­tu­el­len Welt zur Ver­fü­gung. Du kannst jeder­zeit Schlüs­sel ver­tei­len und Rechte verwalten.

Mit einem Smart­phone, dass mit NFC-Technologie aus­ge­stat­tet ist, authen­ti­siert sich der Nut­zer von Clue an der Tür. Clue über­prüft dann, ob der Nut­zer die Woh­nung betre­ten darf und öff­net die Tür. Und das nicht nur daheim. Denk­bar ist nicht nur die Anwen­dung im Pri­vat­be­reich. Sinn­voll ist zum Bei­spiel ein Aus­bau zum zugangs­ba­sier­ten Bezahl­sys­tem. Co-Working-Spaces oder Hotels kön­nen so sehr ein­fach und kom­for­ta­bel ver­wal­tet werden.

In Zusam­men­ar­beit mit Ontje Hel­mich. Pro­jekt­be­treu­ung durch Prof. Steffi Hußlein.

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Zwei kurze Sze­na­rios machen Clue anschaulich

Anja ist Heb­amme. Sie weiß nie genau wie lange ihr Arbeits­tag wirk­lich dau­ert, denn zu einer Geburt gehö­ren auch mal Über­stun­den. Darum gibt sie ihrer Freun­din Sabine einen dau­er­haf­ten Schlüs­sel für die Woh­nung. Sabine lässt sich seit­dem zum gemein­sa­men Essen selbst in die Woh­nung und kann ent­spannt auf Anjas Sofa auf sie war­ten – anstatt genervt vor ihrer Haustür.

Julie liebt ihre schöne Alt­bau­woh­nung im Her­zen von Ber­lin. Als Frei­be­ruf­le­rin ist sie oft für ein paar Wochen in ande­ren Städ­ten, kann sich den Leer­stand ihrer Woh­nung aber nicht leis­ten. Darum hat sie sich Clue von Peter instal­lie­ren las­sen. Über ein Woh­nung­spor­tal im Inter­net kann sie nun bequem für belie­bige Zeit­räume ihr Gäs­te­zim­mer ver­mie­ten und den Schlüs­sel digi­tal versenden.

 

Das wurde entwickelt

Um Clue und die Sze­na­rien zu ent­wi­ckeln und auf ihre Taug­lich­keit zu tes­ten wurde ein modu­la­rer Pro­to­typ ent­wi­ckelt. Im Insti­tuts­ei­ge­nen Pro­jekt­raum ent­stan­den dazu aus Dach­lat­ten und Ver­le­ge­plat­ten ein maß­stabs­ge­treuer Auf­bau inklu­sive Außen­wand und Ein­gangs­tür. Diese Basis­kon­struk­tion bot einen gro­ßen Spiel­raum für Ein­bau­ten und Modi­fi­ka­tio­nen und wurde im Ent­wick­lungs­pro­zess nach Bedarf ange­passt. Um die Sze­na­rien voll­stän­dig durch­spie­len zu kön­nen wur­den zwei Touch­screen­ter­mi­nals mit Web­cam und Mikro­fon, ein elek­tro­ni­scher Tür­öff­ner, ein RFID-Leser und eine LED-Leiste ver­baut. Arduino, Strom­ver­sor­gung, Laut­spre­cher, Ser­ver und Com­pu­ter fan­den auf der Deck­platte Platz.

Als Front­end wurde eine Flas­h­an­wen­dung ent­wi­ckelt, die die modu­la­ren Ein­zel­kom­po­nen­ten der Hard­ware und Soft­ware event­ba­siert ver­knüpft. Hoher Wert wurde auf eine anspre­chende Bedien­ober­flä­che auf den Touch­screens gelegt. Die Kom­po­nen­ten Daten­bank, Backend­ver­wal­tung, Flash Media Ser­ver und Front­end wur­den rea­li­täts­nah per Netz­werk­schnitt­stelle mit­ein­an­der ver­bun­den. Die Brü­cke zwi­schen Netz­werk und seri­ell ange­bun­de­nem Ardui­no­shield über­nimmt eine Pro­ces­sing Appli­ka­tion. Im Rah­men der halb­jähr­li­chen Semes­ter­aus­stel­lung “SINN­Flut” wurde der Pro­to­typ schließ­lich von Besu­chern auf Herz und Nie­ren getes­tet. Im Anschluss wurde eine Video­do­ku­men­ta­tion erstellt, die das Kon­zept am funk­tio­nie­ren­den Pro­to­ty­pen illustriert.

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